Luftpost

Kopffüßler

10 Responses

  1. Sabine sagt:

    Zwei Kopffüßer, Teuthida aus der Familie der Kalamare und Octopoda, eine Krake, wollten nicht mehr immer nur im Meer rum schwimmen.
    Um auf der Erde überleben zu können, beschlossen sie Kopffüßler zu werden, von diesen Wesen hatten sie im Lexikon gelesen. Und so begannen sie mit den Vorbereitungen.

  2. Bella sagt:

    Octopoda,gerade eben waren die acht langen Arme noch grün wie die langen Algen, welche sich sanft auf dem Meeresboden hin und her Winden.
    Nun sind sie mit kleinen dunklen Punkten versehen und haben eine beige Farbe angenommen.
    Die sieben Arme ruhen auf dem sandigen Grund, einer schwankt noch in der Höhe und ist dem Tang angepasst.
    Ein Tag der Unentschlossenheit.

  3. Sabine sagt:

    Teuthida wurde ganz nervös, sie wollte loslegen, den gemeinsamen Plan umsetzen. Zwar war es schön Octopoda bei ihren Verwandlungen zuzusehen, aber die Zeit verging ohne das sie ihrer Idee auch nur einen Schritt näher gekommen waren. Sollte sie sich nach anderen Freunden umsehen?

  4. Bella sagt:

    Unruhe zieht durch die tiefen Strömungen des Ozeans.
    Octopoda grübelt schon seit einer Weile über das Ufer nach.
    Und dann kommt doch schlagartig eine Idee.
    Was wenn sie es wie die Flusskrebse tun?
    Ein Schneckenhaus mit Wasser gefüllt und die Arme schauen aus dem Haus heraus und können dadurch den gesamten Körper fortbewegen.

  5. Sabine sagt:

    Von diesen Gedanken erfüllt wacht sie aus ihren Träumereien auf. Sofort möchte sie Teuthida von diesen neuen Möglichkeiten erzählen. Sie schwimmt zur blauschimmernden Grotte, dahin, wo sie ihre Freundin jeden Abend trifft. Aber schon kurz vor der kleinen Sandbank die zur Grotte hinauf führt hält sie inne: irgendetwas stimmt hier nicht!

  6. Bella sagt:

    Schnell erst mal ein Verwandlungsmanöver vollziehen und mit ein paar Muscheln bedeckt die Grotte beobachten.
    1. Kein Fisch weit und breit
    2. Abgebissenes Seegras
    Drittens hat Octopoda vergessen, weil sie nun ganz sicher nicht mehr allein an der Grotte ist.

  7. Maria sagt:

    Vorsichtig schaut sie sich um. Vieleicht kann sie denn beobachter sehen. eine Weile verharrt sie so, doch dann hört sie ein Rascheln neben dem Eingang zu der Grotte. Blitzschnell dreht sie ihren Kopf zur Seite und sieht eine Schildkröte die sich an einem Seegrasstängel verheddert hat. Oktopoda ist beruhigt. Vor einer kleinen Schildkröte muss sie keine Angst haben. Aber Moment! Schildkkröten leben an Land und im Wasser, vieleicht kann sie Oktopoda helfen.

  8. Bella sagt:

    Langsam geht es über den Boden.
    Immer wieder wird sich allem, was am Meeresgrund liegt angepasst. Und schwupp, schon ist Octopada bei der Schildkröte.
    Mit den Armen wird befreit. Dort ein Seegrashalm und hier noch ein altes Netz, was bestimmt einem der Frachter von oben gehört.
    Wortkarg wird ihr gedankt. Während die Schildkröte ein paar Halme zwischen die Kiefer zieht und beginnt, genüsslich vor sich hin zu malmen, begutachtet Octopoda ihrer Statur.
    Schon wieder ein Häuschen, es scheint wichtig zu sein auf der Erde einen Rückzugsort zu haben.
    Hoffentlich gibt es da oben niemanden, der großartig Lärm produziert.

  9. Sabine sagt:

    Allein wenn Octopoda an den Krach denkt, den die vorbeiziehenden Schiffe machen, wird ihr Angst und Bange. Auch da scheint so eine tragbare Behausung sehr nützlich zu sein. In dem Moment, als sie die Schildkröte dazu befragen möchte, zieht diese ihren Kopf in den Panzer ein. Kein Rufen und kein Betteln hilft, der kleine hübsche Kopf bleibt zurückgezogen. Und wenige Sekunden später, als Octopoda wieder einfällt, dass sie ja eigentlich nach Teuthida suchen wollte, verdunkelt ein großer Schatten die Grotte.

  10. Bella sagt:

    Ein Haus scheint also wirklich Ideal zu sein. Nur woher bekommt man eines?
    Erst einmal wird diese ganze Situation beruhigt, in der sie sich befindet.
    Hier und dort wird fleißig getintet.
    Der Schatten sollte nun also mächtig verwirrt sein.
    Schnell huscht Octopoda ein ganzes Stück weiter, um einen besseren Blick auf die Grotte zu haben.
    Das Problem ist gelöst.
    Ein großer Hai, eben hat er noch in die Grotte geschaut, nun wir mit missmutigem Flossenantrieb der Rückwärtsgang eingelegt und er verschwindet wieder, in übersichtliche Gewässer.
    Er scheint allein zu sein, was für sie eher untypisch ist. Ihre Sozialstruktur ist höchst interessant.
    Octopoda bleibt noch eine Weile sicher versteckt, dann macht sie sich auf den Weg zur Grotte. Hinter ihr, wirbeln ihre langen Arme ein wenig Sand auf.
    Ein letzter schneller Zug mit einem Arm und sie ist in der dunklen Höhle, welche mit wenigen Korallen bewachsen ist.
    Teuthida ruht im letzten Winkel der geräumigen Behausung und schläft.

Schreib‘ die Geschichte weiter!

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